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Gemeinsame Pressemitteilung: RWI - Leibniz-Institut für Wirtschaftsforschung und Hochschule Fresenius gehen strategische Forschungskooperation ein

Press release from 02 July 2018

Die Hochschule Fresenius, Fachbereich Wirtschaft & Medien, und das RWI – Leibniz-Institut für Wirtschaftsforschung beschließen eine langfristige strategische Partnerschaft. Die beiden Institutionen werden ab Juli in Forschung und Lehre enger zusammenarbeiten.

Seit mehreren Jahren arbeiten einzelne Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler des RWI - Leibniz-Institut für Wirtschaftsforschung und der Hochschule Fresenius im Bereich der Gesundheitsökonomie erfolgreich zusammen. Mit Start zum 1. Juli 2018 haben beide Institutionen ihre Zusammenarbeit in Form einer Kooperation institutionalisiert. Mit ihr baut die Hochschule Fresenius, vertreten durch den Fachbereich für Wirtschaft und Medien, ihre Forschungskooperationen aus und treibt kooperative Forschungsergebnisse zu aktuellen wirtschaftspolitischen Themen im Bereich der Gesundheitsökonomie weiter voran.

Das RWI bringt aktuelle Forschungserkenntnisse in die Studiengänge der Hochschule Fresenius ein und hat die Möglichkeit, wissenschaftliche Erkenntnisse stärker in die Praxis zu übertragen. Auch erweitert die Forschungskooperation die Möglichkeiten der Hochschule Fresenius, talentierte Studierende und Nachwuchswissenschaftlerinnen und Nachwuchswissenschaftler gezielt erkennen und fördern zu können. Herausragende Studierende und Alumni der Hochschule Fresenius sollen dann Praktika oder sogar eine spätere Mitarbeit an Forschungsvorhaben des RWI bis hin zu einer Tätigkeit als Gastwissenschaftler ermöglicht werden. Der von beiden Institutionen paritätisch besetzte wissenschaftliche Beirat legt gemeinsame Forschungsinhalte und Forschungsthemen im Rahmen dieser Kooperation konzertiert fest.

Doch nicht nur im Bereich der Forschung soll eine stärkere Zusammenarbeit gelebt werden. Auch im Bereich der Lehre werden RWI-Wissenschaftlerinnen und -Wissenschaftler die Hochschule Fresenius bereichern, sowohl als Dozenten als auch zukünftig in einer potentiellen weiteren Vertiefung der Kooperation als Professoren. „Die Kooperation mit einer der größten privaten Präsenzhochschulen der Bundesrepublik hilft uns, den Transfer wissenschaftlicher Erkenntnisse in die Praxis zu stärken und ermöglicht es unseren Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern Lehrerfahrung zu sammeln. Ein weiterer Ausbau der Verzahnung von Forschung und Lehre zahlt zudem auf einen zentralen Baustein der Leibniz-Strategie ein: die verstärkte Vernetzung von Leibniz-Einrichtungen mit den Hochschulen“, so der administrative Vorstand des RWI, Dr. Stefan Rumpf.

Auch der Präsident der Hochschule Fresenius, Prof. Dr. Tobias Engelsleben, betont die Vorteile der Zusammenarbeit. „Gerade für uns als privaten Bildungsträger ist es wichtig, mit den bedeutendsten und einflussreichsten Forschungseinrichtungen unseres Landes eng zusammenzuarbeiten. Von der wissenschaftlichen Expertise und dem hervorragenden Ruf des RWI profitieren unsere Studierenden in Lehre und Forschung. Durch die gesellschaftsrelevanten Forschungsbeiträge und das große Know-how des Instituts in der evidenzbasierten Politikberatung kommen sie noch dichter an die aktuellen Themen unserer Zeit heran“.

 

Über das RWI – Leibniz-Institut für Wirtschaftsforschung

Das RWI – Leibniz-Institut für Wirtschaftsforschung ist ein führendes Zentrum für wissenschaftliche Forschung und evidenzbasierte Politikberatung in Deutschland und Mitglied der Leibniz-Gemeinschaft. Das Institut informiert mit seinen Arbeiten über ökonomische Entwicklungen und deren Ursachen, erleichtert Politik und Unternehmen sachgerechte Entscheidungen und fördert in der Öffentlichkeit das Verständnis für wirtschaftliche Zusammenhänge. Die Forschungsarbeiten des RWI – gestützt auf neueste theoretische Konzepte und moderne empirische Methoden – reichen vom Individuum bis zur Ebene der Weltwirtschaft, bearbeitet von vier Kompetenzbereichen: „Arbeitsmärkte, Bildung, Bevölkerung“, „Gesundheit“, „Umwelt und Ressourcen“ sowie „Wachstum, Konjunktur, Öffentliche Finanzen“. Die Forschung des RWI ist unabhängig und der Exzellenz verpflichtet. Der Anspruch des RWI wird durch den Claim „Research with impact“ verdeutlicht. „Impact“ ist dabei im dreifachen Sinne zu verstehen: Erstens besitzt die Forschung des RWI aufgrund ihrer praktischen Relevanz politisches Wirkungspotenzial („policy impact“). Zweitens erfüllt sie höchste wissenschaftliche Standards und wird daher regelmäßig in sehr guten Journals (mit hohem „impact factor“) veröffentlicht. Drittens ist die empirische Wirkungsanalyse („impact evaluation“) eine bereichsübergreifende Kernkompetenz des Instituts und oft die zentrale Herausforderung der Forschungsprojekte.

 

Über die Hochschule Fresenius

Die Hochschule Fresenius mit ihren Standorten in Frankfurt am Main, Hamburg, Idstein, Köln, München und den Studienzentren in Berlin, Düsseldorf und New York gehört mit rund 12.000 Studierenden zu den größten und renommiertesten privaten Hochschulen in Deutschland. Sie blickt auf eine mehr als 170-jährige Tradition zurück. 1848 gründete Carl Remigius Fresenius in Wiesbaden das „Chemische Laboratorium Fresenius“, das sich von Beginn an sowohl der Laborpraxis als auch der Ausbildung widmete. Seit 1971 ist die Hochschule staatlich anerkannt. Sie verfügt über ein sehr breites, vielfältiges Fächerangebot und bietet in den Fachbereichen Chemie & Biologie, Design, Gesundheit & Soziales, onlineplus sowie Wirtschaft & Medien Bachelor- und Masterprogramme in Vollzeit sowie berufsbegleitende und ausbildungsbegleitende (duale) Studiengänge an. Die Hochschule Fresenius ist vom Wissenschaftsrat institutionell akkreditiert. Bei der Erstakkreditierung 2010 wurden insbesondere ihr „breites und innovatives Angebot an Bachelor- und Master-Studiengängen“, „ihre Internationalität“ sowie ihr „überzeugend gestalteter Praxisbezug“ vom Wissenschaftsrat gewürdigt. Im April 2016 wurde sie vom Wissenschaftsrat für weitere fünf Jahre reakkreditiert.

Ihre Ansprechpartner dazu:
Prof. Dr. Ansgar Wübker (RWI)                 Tel.: (0201) 81 49-242
Sabine Weiler (Pressestelle)                      Tel.: (0201) 81 49-213

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