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RWI Materialien 128

Diskussionspapier: Der Preis der Energiewende - Anstieg der Kostenbelastung einkommensschwacher Haushalte

by Manuel Frondel and Stephan Sommer

12/2018, 29 S./p., 10 Euro, ISBN 978-3-86788-887-5

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Abstract

Seit dem Jahr 2000 haben sich die Strompreise für private Haushalte mehr als verdoppelt. Von
steigenden Stromkosten sind Millionen von armutsgefährdeten Haushalten besonders betroffen,
weil diese Kosten regressive Wirkungen haben: Arme Haushalte haben einen größeren Anteil
ihres Einkommens zur Finanzierung ihres Energiebedarfs aufzuwenden als wohlhabende Haushalte.
Vor diesem Hintergrund untersucht der vorliegende Beitrag exemplarisch für einige Haushaltstypen
mit geringem Einkommen, wie stark ihre Stromkostenbelastung in den Jahren 2006
bis 2016 relativ zu ihrem Einkommen zugenommen hat. Nach unseren Abschätzungen auf Basis
empirischer Daten zum Energieverbrauch privater Haushalte mussten die von uns betrachteten armutsgefährdeten Haushaltstypen im Jahr 2016 allesamt mehr für Strom ausgeben als zur Deckung
ihres Energiebedarfs zum Heizen und zur Warmwassererzeugung. Es muss davon ausgegangen
werden, dass im Zuge der Energiewende der Strompreis auch in den kommenden Jahren weiter
steigen wird. Dies gilt insbesondere angesichts der stark gestiegenen Preise für Emissionszertifikate,
die sich in der Steigerung der Börsenstrompreise bemerkbar machen. Damit stellt sich immer
drängender die Frage nach Maßnahmen zur Abschwächung von weiteren Strompreisanstiegen
und zur sozialen Abfederung ihrer regressiven Wirkungen.

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